Handwerker in Neuss
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Neuss und das Handwerk
Neuss trägt die Spuren des Zweiten Weltkriegs bis heute im Stadtbild: Ein erheblicher Teil der Wohn- und Fabrikgebäude wurde bis zum Kriegsende 1945 zerstört, was den Wiederaufbau- und Neubaubedarf der Nachkriegszeit prägte. Das Rathaus am Markt, zwischen 1634 und 1638 errichtet und 1944 zerstört, wurde 1954 an gleicher Stelle neu vollendet; der Wiederaufbau des Quirinusmünsters, des Wahrzeichens der Altstadt, war 1949 abgeschlossen.
In den 1960er Jahren folgte großflächige Flächensanierung historischer Stadtkernbereiche, etwa im Viertel Neumarkt/Meererhof. Die Kritik daran trug zur erhaltenden Stadterneuerung ab den 1970er Jahren bei; 1978 beschloss der Rat eine Erhaltungssatzung für das Gründerzeitviertel. Im Stadtteil Weckhoven entstanden Mietwohnungen und Eigenheime des Neusser Bauvereins sowie 1969 die denkmalgeschützte Faltwerkkirche St. Paulus. Für Handwerksarbeiten bedeutet diese Mischung aus Gründerzeit, Wiederaufbau und Nachkriegssiedlung sehr unterschiedliche Bauweisen und Materialien.
